Aus der russischen Volksmedizin:
Die Öltherapie (Araschid)
Schlürfen und Saugen für die Gesundheit


Sonnenblume In letzter Zeit erhielt ich die Beschreibung eines interessanten russischen Volksheilmittels. Es ist bei uns noch wenig verbreitet, und es sind deshalb bisher auch keine verläßlichen Aussagen über die Wirkung möglich. Aber schließlich muß niemand die versprochenen Heilanpreisungen blind glauben, sondern kann sich von der Stichhaltigkeit der Argumente überzeugen und die Wirkung am eigenen Körper erproben. Schaden kann nicht entstehen, und als einzige Nebenwirkung kann eine bessere Gesundheit eintreten.

Probieren Sie die Öltherapie auch einmal aus? Dann würde ich mich über Rückmeldungen sehr freuen und die Erfahrungen gern weitergeben. Hier ist Näheres:

Dr. F. KARACH hatte auf einer Tagung des Allukrainischen Verbandes der Onkologen und Bakteriologen einen Vortrag über eine ebenso simple wie wirkungsvolle Therapie gehalten. Sie besteht darin, Sonnenblumenöl im Mund hin und herzubewegen. Dr.Karach führte aus, diese einfache Methode ermögliche es, die verschiedenen Krankheiten vollkommen auszuheilen, wobei man auf Schmerzmittel mit ihren schädlichen Nebenwirkungen verzichten könne.

Das Mittel ist verblüffend einfach und für jeden Menschen leicht praktikabel. Was diese Therapie angenehm von anderen Empfehlungen unterscheidet und glaubwürdig macht, ist: Niemand kann ein großes wirtschaftliches Interesse an seiner Verbreitung haben. Sonnenblumenöl hat sowieso fast jeder in seinem Haushalt. Hinter der Empfehlung scheint der ideelle Wunsch zu stehen, den Mitmenschen zu helfen, ohne daß Gewinnstreben eine Rolle spielt. Dieses Bestreben ist in der russischen Medizin vielfach zu beobachten und zeichnet sie aus.

Es ruft Verwunderung und Zweifel hervor, wenn man hört, bei welchen Gesundheitsstörungen die Öltherapie angewandt wird. Es ist schon fast nicht zu glauben, daß mit dieser vollkommen unschädlichen, biologischen Heilmethode derartige Gesundungsresultate erzielt werden konnten Erfolge, die einfach beispiellos sind. Es scheint etwas Seriöses an der Sache zu sein. Über die Mundschleimhaut findet eine wirksame Entgiftung des Organismus statt. Ähnliche Grundgedanken gibt es in der Medizin schon ziemlich lange.


Entgiftung des Organismus

Dr. Karach führt aus, daß das Grundprinzip dieses Heilverfahrens darin besteht, Öl in der Mundhöhle zu saugen und zu schlürfen. Der eigentliche Heilvorgang werde vom menschlichen Organismus allein in die Wege geleitet. Auf diese Weise sei es möglich, Zellen, Gewebe und alle anderen menschlichen Organe gleichzeitig zu heilen. Dadurch werde die Vernichtung der natürlichen Mikroflora und damit die Zerstörung des menschlichen Organismus verhindert. Andernfalls sei sein biologisches Gleichgewicht angegriffen und werde in letzter Konsequenz die Lebensspanne verkürzt. Der moderne Mensch lebe also praktisch um Jahrzehnte kürzer als möglich. Er könne über 100 Jahre alt werden.

Durch die Öltherapie dagegen seien Kopfschmerzen, Bronchitis, Zahnschmerzen, Thrombosen, chronische Blutkrankheiten, Arthrose, Paralysen (Lähmungserscheinungen), Ekzeme, Magengeschwülste, Darmkrankheiten, Herz und Nierenbeschwerden, Frauenkrankheiten vollkommen ausgeheilt. Vorbeugend werde gleichzeitig das Entstehen lebensgefährlicher Auswüchse verhindert und auch geheilt, wie zum Beispiel chronische Blutkrankheiten, Lähmungen, Nervenerkrankungen, Magenbeschwerden, Lungen und Lebererkrankungen. Es sei auch möglich, viele Krankheiten zu heilen, die durch das Einnehmen von zu viel Schmerzmitteln verursacht wurden.

Die Heilmethode heile den ganzen Organismus gleichzeitig, wirke aber auch vorbeugend. Dies könne vor allem bei lebensgefährlichen Auswüchsen und bei Infarktfällen von großer Bedeutung sein. Dr. Karach berichtet, daß er seine chronische Blutkrankheit, an der er 15 Jahre lang litt, damit ausgeheilt habe. Auch einen heftigen Rheumaschub, der ihn ins Bett zwang, habe er innerhalb von 3 Tagen wieder kuriert.


Die Öl-Therapie wird so angewandt:

Man nimmt 1 bis 2 Teelöffel Pflanzenöl in den Mund. Am besten geeignet ist kaltgepreßtes Sonnenblumenöl. Das Öl wird dann bei geschlossenem Mund ohne Hast und ohne besondere Anstrengung im Mund gesaugt, gespült und durch die Zähne gezogen. Das macht man 10 bis 15 Minuten lang.

Das Öl darf auf keinen Fall geschluckt werden. Es ist zuerst dickflüssig und wird dann dünnflüssiger. Jetzt kann es ausgespuckt werden. Am besten in das WC, weil die Flüssigkeit voller Bakterien, verschiedener Krankheitserreger und anderer schädlicher Substanzen ist. Spuckt man das Öl in das Waschbecken, so muß dieses gründlich gereinigt werden.

Das ausgespuckte Öl sollte so weiß wie Milch sein. Ist die Flüssigkeit noch gelb, so ist das ein Zeichen dafür, daß das Mundspülen zu kurz war. Nach dem Ausspucken reinigt man die Mundhöhle gründlich durch mehrmaliges Spülen mit Wasser und putzt die Zähne mit einer Zahnbürste.

Dr. Karach sagt: "Es ist besonders wichtig, zu betonen, daß sich während der Zeit des Saugens und Schlürfens der Stoffwechsel in unserem Organismus verstärkt abwickelt und so ein dauerhafter Gesundheitszustand erzielt wird. Besonders auffällig ist, daß sich nach kurzer Zeit lockere Zähne festigen, Zahnfleischbluten aufhört und die Zähne sichtbar weißer werden."


Wann und wie oft soll die
Ölspülung vorgenommen werden?

Diese Frage muß der sich im Heilprozeß befindende Patient selbst beantworten. Unser Körper ist ein guter Barometer und wenn wir ihn ein bißchen beobachten, merken wir selbst, was uns gut tut. Die Originalanleitung:

"Die Ölspülung wird am besten morgens vor dem Frühstück vorgenommen. Um den Heilungsprozeß zu beschleunigen, kann der Vorgang auch dreimal täglich wiederholt werden immer jedoch vor dem Essen und mit leerem Magen. Der Organismus wird dadurch nicht geschädigt, und der Ablauf des Heilungsprozesses ist schneller und wirkungsvoller. Die Ölspülungen müssen so lange vorgenommen werden, bis sich im Organismus die ursprüngliche Kraft und Frische und ruhiger Schlaf wieder eingestellt haben. Nach dem morgendlichen Erwachen darf keine Müdigkeit vorherrschen, man sollte sich ausgeruht fühlen und keine Tränensäckchen unter den Augen haben. Ein gesunder Hunger, ein guter Schlaf und ein ungestörtes Erinnerungsvermögen sollte sich eingestellt haben.

Leichte Erkrankungen werden außergewöhnlich schnell innerhalb von zwei bis vier Tagen geheilt. Chronische Krankheiten brauchen gewöhnlich eine längere Zeit manchmal bis zu einem Jahr.


Erstverschlimmerung ist möglich

Der Heilungsprozeß ist zuweilen anfangs von einer scheinbaren Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitsgefühls begleitet. Dies kann besonders bei Menschen auftreten, die gleichzeitig an mehreren Krankheiten leiden. Der Eindruck der Verschlechterung tritt hauptsächlich dann auf, wenn sich die einzelnen Krankheitsherde zu verflüchtigen beginnen. Es kann sogar dazu kommen, daß der eine entzündete Krankheitsherd im Laufe des Heilungsprozesses einen anderen Krankheitsherd beeinflußt, der noch ruht, in Zukunft jedoch eine schwere Krankheit zur Folge haben könnte. Dies ist kein Grund, den Heilungsprozeß zu unterbrechen auch dann nicht, wenn sich inzwischen erhöhte Körpertemperatur eingestellt haben sollte. Im Gegenteil: Man muß das Ölsaugen ohne Unterbrechung fortsetzen. Sollte es aber aus irgendwelchen Gründen trotzdem unterbrochen werden, so muß man sich im klaren darüber sein, daß sich die eigentliche Heilung nur während des Ölschlürfens verwirklichen kann."

Diese Ölkur kann bei schweren Erkrankungen (Lungenentzündungen usw.) den Arzt nicht ersetzen. Es empfiehlt sich, eine zusätzliche medizinische Diagnose vom Hausarzt einzuholen.


Wie ist die Wirkung der Öltherapie zu erklären?

Es gibt meines Wissens noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirkungsweise der Öltherapie. Es handelt sich offensichtlich um ein typisches Volksheilmittel, um Erfahrungsheilkunde, um Empirie. Wir sehen Heilprozesse, können die Ursachen jedoch nicht wissenschaftlich exakt erklären.

Ich nehme an, daß Krankheitserreger (wie z.B. pathogene Hefen, wie Candida albicans, die Ursache vieler Krankheiten sind), von dem im Mund herumgewirbelten Öl absorbiert und abgeführt werden. Möglicherweise reizt das sich bewegende Öl die Mundhöhlenschleimhaut und veranlaßt sie, Schadstoffe abzusondern: Stoffwechselprodukte, angereicherte Mineralien oder auch Schadstoffe aus der Luft oder aus Nahrungsmitteln.

Wie die Wirkung gespürt wird? Nun, einfach dadurch, dass man sich wohlfühlt. Unser Körper ist im allgemeinen ein gutes Barometer und zeigt, was ihm gut tut. Je nach Konstitution kann das natürlich bei den einzelnen Menschen verschieden sein. Wir sind von unserem Schöpfer als Individualisten und Originale geschaffen worden. Nur: Etwas Geduld ist erforderlich. In der Natur geht alles langsam. Wieviel Zeit braucht allein Samenkorn, bis es sich zu einer stattlichen Pflanze entwickelt!


Die russische Volks- und Erfahrungsheilkunde

Die Ölkur entstammt der russischen Volksmedizin. Sie beruht auf Erfahrung und Vertrauen. Was angenehm auffällt, ist der ideelle Hintergrund, nämlich das Bestreben, den Mitmenschen zu helfen, ohne daß finanzielles Gewinnstreben eine Rolle spielt. Dies steht in mancher Beziehung in Kontrast zu unserer westlichen Medizin, wo oft nur die in den Labors produzierten Arzneimittel mit großem Aufwand propagiert werden, die versprechen, großen Gewinn zu bringen. Natürlich muß dabei anerkannt werden, daß die Entwicklung eines neuen Medikaments der pharmazeutischen Industrie große Summen an Geld kostet, die sich rentieren müssen. Immer mehr Menschen wenden sich aber im Zuge der Rückbesinnung auf natürliche Lebensweisen den erprobten und nebenwirkungsfreien Mitteln der Volksheilkunde zu.


Kombucha:
Ein weiteres Gesundheitselixier aus Rußland

Ein weiteres Beispiel aus dieser Kategorie ist das Kombuchagetränk, das jeder für ein paar Pfennige in seinem Haushalt selbst herstellen kann. Auch dieses Getränk wird in der östlichen Volksmedizin und immer mehr auch bei uns im Westen gegen alle möglichen Gebrechen angewandt, die von der einfachsten Unpäßlichkeit bis zu der schwersten Erkrankung reichen.

Der Teepilz ist ein uraltes Volks- und Hausmittel. Seine Wirkung wird seit Generationen von vielen Völkern, vor allem im ostasiatischen Raum, geschätzt und begehrt. Insbesondere in den asiatischen Ländern und in Rußland wird der Teepilz seit Jahrhunderten mit gutem Erfolg als Naturheilmittel eingesetzt. Neben der Verwendung als Erfrischungsgetränk kann man fast in allen Berichten auch von seiner Verwendung als Heilmittel lesen. In den Berichten aus alter und neuer Zeit werden eine Unzahl von Krankheiten genannt, für die der Kombuchatee gebraucht und gepriesen wird.

Es liegen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über Kombucha vor. Sie sprechen von einer therapeutischen Wirksamkeit durch die Bestandteile Glucon und Glucuronsäure, Milchsäure, Essigsäure sowie der lebenswichtigen Vitamine C und der BGruppe. Wie vor allem russische Forschungen beweisen, haben viele der Inhaltsstoffe antibiotische und entgiftende Eigenschaften und spielen bei den biochemischen Abläufen im menschlichen Körper entscheidende Rollen. Im Gegensatz zu vielen Pharmaka mit ihren unangenehmen Nebenwirkungen richten sich die Wirkstoffe der Kombucha auf das Körpersystem als ganzes und können durch die stoffwechselfreundlichen Eigenschaften den normalen Zustand in den Zellmembranen ohne Nebenwirkungen wieder herstellen und so das Wohlbefinden fördern.

Beitrag in Wikipedia, der freien Enzyklopädie: http://de.wikipedia.org/wiki/Ölkur

Literaturhinweis:


“Kombucha
Das Teepilzgetränk”
Praxisgerechte Anleitung für
die Zubereitung und Anwendung
von Günther W. Frank

176 Seiten, ISBN 3 85068 304 4

Verlag Ennsthaler       
Gesellschaft m.b.H. & Co KG     

Stadtplatz 26       
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Tel. (+43) 7252 - 52053       
Fax (+43) 7252 - 52053-55       
e-mail: buero@ennsthaler.at       
Website: http://www.ennsthaler.at/       

Das Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich (12,60 €) bzw. kann kurzfristig über den Großhandel besorgt werden. Zusätzlich zum deutschen Original gibt es Übersetzungen in die englische, französische, holländische und slovakische Sprache.

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