Die faszinierende Symbiose Kombucha
Das alte, neuentdeckte Volksheilmittel zum Selbermachen
© Günther W. Frank


Von alters her wird in den östlichen Ländern von Rußland bis China und Japan in der Volksmedizin ein Hausmittel eingesetzt, das so originelle Namen trägt wie "Japanisches Mütterchen", "Heldenpilz", "Gichtqualle" bis hin zu "Pilz des langen Lebens (Champignon de longue vie)" oder gar "Wunderpilz". Durch seine weite Verbreitung hat jede Bevölkerungsgruppe diesem beliebten Pilz ihren Namen gegeben. Man kann aus diesen Namen eine Menge über die durch dem Pilz erfahrene Hilfe lernen. Bei uns hat sich dafür der Name "Kombucha" durchgesetzt. Etwas nüchterner klingt die Bezeichnung "Teepilz", die auch schon etwas mehr über die Herstellung und Anwendung dieses Mittels verrät.

In China soll der Kombucha-Tepilz schon vor rund 2200 Jahren gebraucht worden sein, um die Unsterblichkeit zu erlangen. Stalin habe ihn benutzt. Der ehemalige Präsident Ronald Reagan soll ihn von den Japanern bekommen und damit seine Krebserkrankung in Schach gehalten haben.

Auch Alexander Solschenicyns Werke seien als Zeugnisse aufgeführt, vor allem "Die Krebsstation", "Die rechte Hand" und seine Autobiographien. Solschenicyn berichtet ausführlich, wie er im Lager selbst an Magenkrebs mit zahlreichen Metastasen in Lunge, Leber, Darm usw. aussichtslos erkrankt war, wie er dann aber wie durch ein Wunder durch den Teepilz, der auf Birkenblättertee angesetzt wurde, vollkommen ausgeheilt wurde. Er schildert dann in der "Krebsstation", wie er bei einer Nachuntersuchung in einer Moskauer Klinik mit hohen krebskranken Funktionären auf einem Zimmer liegt, die ihr ganzes Vermögen dafür geben möchten, um an diesen "Wunderpilz" heranzukommen.


Das Nachrichtenmagazin FOCUS veröffentlichte im August 1995 einen Beitrag über Kombucha (FOCUS Nr. 34 vom 21. August 1995, Seite 128). Unter dem Titel "Ober , ein Pilz bitte! Tout Hollywood schwört auf einen Biotrunk als neues Fitneß- und Schönheitselixier" schrieb die Zeitschrift: "Madonna trinkt ihn jeden Morgen, Ex-"Denver"-Mimin Linda Evans legt sich Schnippel als Beautymaske aufs Gesicht, und Blondie Daryl Hannah züchtet ihn im Wohnzimmer. Das Mekka von Filmindustrie und Schönheitsfanatikern hat den "Kombucha-Juice" zum neuen Quell ewiger Jugend erkoren." Die folgende Bildleiste stammt aus diesem Beitrag:

Kombucha-Jünger


Wir erleben heute eine Rückbesinnung auf naturnahe Heilverfahren und natürliche Heil- und Lebensmittel - weg von industriellen Fertigprodukten. Das mag einer der Gründe sein für die große Anziehungskraft und Faszination, die das Gesundheitsgetränk Kombucha ausübt. Lebensgemeinschaften von Hefen und Bakterien werden von Menschen in aller Welt seit Urzeiten für die Herstellung von gesundheitsförderlichen Gärgetränken und Lebensmitteln verwendet und zu ihrem Wohlbefinden eingesetzt. Ein edler Verwandter dieser miteinander verwandten Symbiosen aus Bakterien und Hefen ist der Teepilz Kombucha, der in Deutschland und mehr und mehr auch in anderen Ländern von vielen Leuten als uraltes Hausmittel gegen alle möglichen Gebrechen verwendet wird


Der Teepilz ist eine kleine bio-chemische Fabrik

Ein Blick auf Kombucha durch das Mikroskop Zum Bild links:
Ein Blick durch das Mikroskop zeigt:
Die Kombuchakultur ist eine Lebensgemeinschaft,
auch Symbiose genannt, von Hefezellen (die größeren
runden Nester und Bakterien (Vergrößerung 800:1).

Was ist Kombucha. Kurz gesagt: Kombucha ist ein Getränk, das Sie mit Hilfe einer Pilzkultur selbst herstellen können. Die Bezeichnung „Pilz" ist zwar nicht korrekt (es ist kein Pilz mit einem Stiel, auf dem der Hut sitzt), jedoch wird Kombucha im Volksmund als Pilz bezeichnet. Ich verwende diesen Ausdruck deshalb auch.
Der Teepilz Kombucha ist kein eigenständiges Lebewesen, sondern eine Lebensgemeinschaft (Symbiose) aus verschiedenen Hefezellen und anderen Mikroorganismen. Er hat die Form einer flachen, elastischen, meist weißgrauen oder bräunlichen Scheibe und sieht fast aus wie ein dicker, fetter Pfannkuchen. Zur Herstellung des Getränks wird eine Nährlösung aus gezuckertem schwarzem, grünem oder Kräutertee zubereitet, in die der Teepilz eingesetzt wird. Während des Gär- und Oxidationsprozesses bewirkt der Pilz, daß in dem Teeansatz nacheinander und nebeneinander verschiedene komplizierte Reaktionen (Assimilations- und Dissimilationsprozesse) ablaufen. Der Teepilz produziert dabei wertvolle Stoffe, die in das Getränk übergehen: Glucuronsäure, die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12 und C sowie Folsäure und rechtsdrehende (L+) Milchsäure, Aminosäuren, Enzyme, antibiotische Stoffe und eine geringe Menge Alkohol. Der Alkoholgehalt beträgt im Durchschnitt 0,5 %. Das ist so viel wie in sogenanntem alkoholfreiem Bier oder in manchen Fruchtsäften enthalten ist. Die sich entwickelnde Kohlensäure gibt dem Getränk einen erfrischenden Charakter. Wir sehen also: Der Teepilz ist also eine richtige kleine chemische Fabrik.

Der Zucker dient den Mikroorganismen des Teepilzes als Nahrung, wird von ihnen sozusagen "gefressen" und weitgehend in die Inhaltsstoffe des Getränks umgewandelt sowie für das Wachstum eines neuen Pilzes verwendet. Der Pilz vermehrt sich unaufhörlich durch Sprossung. Die Pilzscheibe breitet sich zuerst auf der gesamten Oberfläche des Tees aus und verdickt sich dann. Wenn man den Pilz richtig behandelt, gedeiht er, vermehrt sich und wird seinen Besitzer ein Leben lang begleiten.

Die Teepilzkolonie ist eine Symbiose (eine Lebensgemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen), bei der jeder der Partner dem anderen nützlich ist. Das Wechselspiel gegenseitigen Nutzenbietens und -nehmens kann man sich so vorstellen: Die Hefen liefern den Bakterien lebensnotwendige Stoffe, so vergären sie z.B. den Zucker zu Alkohol. Die Bakterien wandeln den von den Hefen produzierten Alkohol zu Milchsäure, Essigsäure, Glucuronsäure und anderen organischen Säuren und Inhaltsstoffen. Die Säuerung ist für den Tee insofern von Bedeutung, als sich dann andere Mikroorganismen nicht ausbreiten können. In der gesäuerten Flüssigkeit können nur die säurefesten bzw. säuretoleranten Hefen und Bakterien des Teepilzes gedeihen, die sich infolge des langjährigen Zusammenlebens an dieses Milieu angepaßt haben. Die gesamte Symbiose wird zusammengehalten durch eine etwas gallertartige Masse, die von den Bakterien produziert wird und aus reiner Zellulose besteht.


Wie ist Kombucha einzustufen?

Als Antwort auf diese Frage besteht ein breites Spektrum. An einem Ende dieses Spektrums wird Kombucha als ein köstliches Getränk mit einer interessanten Geschichte beschrieben. Am anderen Ende dieses Spektrums steht der Anspruch, daß das Getränk faszinierende gesundheitspositive Eigenschaften besitzt, z.B. indem es z.B. Krebs verhütet oder gar zum Stillstand bringt.

Kombucha - das leckere Erfrischungsgetränk

Der köstliche, prickelnde, fruchtige Geschmack des richtig zubereiteten Kombuchagetränks ist nicht zu verachten. Ein Glas Kombucha, in dem die Kohlensäurebläschen nach oben perlen - das ist ein wahrer, gesunder Durstlöscher. Es ist kein Wunder, daß Kombucha schon immer auch als Genußgetränk Anklang fand. In der Zeitschrift "De Bergcultures" (6, 1932) aus Djakarta wird erwähnt, daß man mit dem Kombuchagetränk köstliche Longdrinks und Cocktails zubereiten kann. Es wird empfohlen, zu diesem Zweck kleine Eisstückchen, einige Tropfen Angustura-bitter und nach Geschmack entweder Rum, Arak, Kognak oder Gin zuzufügen.

Kombucha ist mehr als ein Erfrischungsgetränk

In meinen Augen ist Kombucha aber weit mehr als ein angenehmes Getränk, und der gute Geschmack ist zweitrangig. Der gute Ruf von Kombucha und seine weite Verbreitung beruhen nicht darauf, daß das Getränk nur ein köstlicher Durstlöscher ist. Vor allem die gesundheitlichen Eigenschaften sind es wert, sich mit ihm näher zu beschäftigen. Diese Tatsache ist lange bekannt, wenn sie auch nicht erklärbar war und auf reiner Erfahrung (Empirie) beruhte.


Ein reicher Erfahrungsschatz

Über den Kombucha-Pilz liegt ein erheblicher Erfahrungsschatz vor. Insbesondere in den asiatischen Ländern und in Rußland wird der Teepilz seit Jahrhunderten mit gutem Erfolg als Naturheilmittel eingesetzt. Neben der Verwendung als Erfrischungsgetränk kann man fast in allen Berichten auch von seiner Verwendung als Heilmittel lesen.

Dichtung und Wahrheit ranken sich seit jeher um die Kräfte des Kombucha-Tees. Da aber auch jeder Dichtung und jeder Legende ein reales Erleben zugrunde liegt, ist auch der Glaube an die unglaublichen Kräfte des Kombucha-Pilzes auf damals schon beobachteten erstaunlichen Wirkungen begründet.

In den Berichten aus alter und neuer Zeit werden eine Unzahl von Krankheiten genannt, für die der Kombuchatee gebraucht und gepriesen wird. Die Palette reicht von der harmlosesten Unpäßlichkeit bis zu der schwersten Erkrankung. Es trifft durchaus zu, was in "Hagers Handbuch für die pharmazeutische Praxis" unter dem Stichwort "Combucha" angeführt ist:

"Anwendung. In der Volksheilkunde bei fast allen Krankheiten, als Diureticum bei Oedemen, besonders gegen Arteriosklerose, Gicht, Darmträgheit und Steinleiden. Als Erfrischungsgetränk und nach längerer Einwirkung als Speiseessig."

Aber gerade diese Anwendung "bei fast allen Krankheiten", die auf Vertrauen, Tradition, Empfehlung oder eigener Erfahrung beruht, ist es, was viele Anhänger der wissenschaftlichen Medizin beanstanden.

Es liegen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über Kombucha vor. Sie sprechen von einer therapeutischen Wirksamkeit durch die Bestandteile Glucon- und Glucuronsäure, Milchsäure, Essigsäure sowie der lebenswichtigen Vitamine C und der B-Gruppe. Wie vor allem russische Forschungen beweisen, haben viele der Inhaltsstoffe antibiotische und entgiftende Eigenschaften und spielen bei den biochemischen Abläufen im menschlichen Körper entscheidende Rollen. Im Gegensatz zu vielen Pharmaka mit ihren unangenehmen Nebenwirkungen richten sich die Wirkstoffe der Kombucha auf das Körpersystem als ganzes und können durch die stoffwechselfreundlichen Eigenschaften den normalen Zustand in den Zellmembranen ohne Nebenwirkungen wieder herstellen und so das Wohlbefinden fördern. Dies ist gerade in unserer Zeit sehr wichtig, in der wir so vielen schädlichen Einflüssen aus der Umwelt, der Nahrung, dem Trinkwasser ausgesetzt sind.

Gegen viele dieser oft schädlichen Einflüsse können wir uns nicht wehren. Wir können jedoch unserem Körper helfen, indem wir ihm die biologisch richtigen Stoffe zuführen. So halten wir ihn in dem normalen Zustand - Wohlbefinden und Gesundheit - bzw. stellen ihn wieder her.


Chinesische Medizin:
Statt Krieg gegen die Krankheit Stärkung des Organismus

Der griechische Arzt Hippokrates, der um 460 vor Christi Geburt lebte, wird als der Begründer der modernen Naturwissenschaft und der wissenschaftlichen Medizin angesehen, in der die Phytotherapie einen wesentlichen Platz einnimmt (cesra-Säule 56, S.2). Von ihm stammt der Rat:

“Eure Nahrungsmittel sollen Heilmittel und Eure Heilmittel Nahrungsmittel sein.”
Obwohl es auch in China, dem vermuteten Ursprungsland von Kombucha seit jeher verschiedene Strömungen gibt, finden wir den von Hippokrates propagierten Rat in der Einstellung des Chinesen wieder: Der chinesische Kranke liefert sich nicht sofort dem Medizinsystem aus. Statt dessen greift er zuerst zur Eigentherapie. und zwar zuallererst mit diätetischen Maßnahmen. Die Grenze zwischen Nahrungs- und Heilmitteln ist in China oft fließend. Ginseng, Ingwer, Knoblauch, Bambus usw. sind Heilmittel, werden aber auch gerne in der Nahrung verwendet. Darüber hinaus existieren sehr viele Tonika, Mischungen besonders "aufbauender" Stoffe. Man bekämpft also in vorderster Front nicht nur die krankmachenden Einflüsse, sondern versucht, die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken (Nach "Ärztliche Praxis" 39, 88 (1987), S. 2660-2662).

Die europäische Medizin beschäftigt sich am liebsten mit klar meßbaren Veränderungen des Organismus. Das westliche naturwissenschaftliche Denken wird von Ursache-Wirkungs-Beziehungen bestimmt. Beispiel: Die Verletzung einer Gefäßverbindung durch einen Unfall hat zur Folge, daß ein Körperteil von der Blutversorgung abgeschnitten wird.

Zum Problem werden Patienten, deren Laborwerte unauffällig sind, obwohl sie sich körperlich keineswegs gesund fühlen. Diese psychosomatischen Störungen werden kunstvoll hinter wohlklingenden Diagnosen wie "vegetative Dystonie, Neurasthenie, psychovegetatives Syndrom, Kreislaufdysregulation oder paraxysmale Tachykardie" kaschiert.

In der Betrachtungsweise der ostasiatischen Menschen hat es nie eine isolierte Heilwirkung gegeben. Das reine Ursache-Wirkungs-Prinzip ist ihnen unbekannt. Sie vertrauen vielmehr auf Tradition, Überlieferung und Erfahrungsschatz.

Insofern entspricht der Kombuchatrank guter alter chinesischer Tradition. Kombucha ist sowohl ein Stück Heilkunde als auch Ernährungswissenschaft. Zwar ist das letzte Geheimnis des von dem sogenannten Wunderpilz produzierten Getränks noch nicht ergründet und es läßt sich erst nach und nach nachweisen, was in der Volksheilkunde seit jeher behauptet wird: Das Kombuchagetränk ist eine der natürlichsten Heilquellen - dabei völlig frei von unerwünschten Nebenwirkungen. Die einzige Nebenwirkung ist: Man fühlt sich wohl. Mit Kombucha hat uns die Natur ein Mittel in die Hand gegeben, das ohne chemische Aufbereitung helfen und gesundheitlich unterstützen kann.


Kombucha - ein Geschenk aus Gottes Apotheke

Unser Leben ist eingebettet in Gottes Schöpfung - in seine Welt voller Wunder. Als eines dieser Wunder sehe ich den Kombuchapilz an. Wir dürfen ihn aus Gottes Hand dankbar als Hilfe entgegennehmen. Martin Luther sagte: "Die ganze Schöpfung ist das allerschönste Buch, darin sich Gott beschrieben und abgemalt hat."

Wenn wir dieses Schöpfungsbuch lesen, kommen wir ins Staunen und in Bewunderung. In Sirach 38, Vers 4 lesen wir: "Der Herr läßt die Arznei aus der Erde wachsen, und ein Vernünftiger verachtet sie nicht." Und in Vers 6: "Er hat solche Kunst den Menschen gegeben, um sich herrlich zu erweisen durch seine wunderbaren Mittel".

In diesem Sinne sehe ich auch Kombucha als eine Gabe Gottes, die wir dankbar annehmen und zu unserem Wohl anwenden dürfen.

Ohne Zweifel regenerieren die Millionen Hefen und Bakterien und die lebenden Makromoleküle die Darmflora von Grund auf. Aus naturheilkundlicher Sicht ist dies eine der wichtigsten Vorbedingungen für die Kräftigung des körpereigenen Immunsystems. Wenn dieses Abwehrsystem richtig arbeitet, dann werden die Selbstheilungskräfte bei zahlreichen gesundheitlichen Befindensstörungen mobilisiert. Für den entgleisten Stoffwechsel und das gestörte Darmmilieu bewirkt Kombucha eine gründliche entgiftende und stoffwechselaktivierende Funktion im Körper des Kranken. Deshalb wird Kombucha erfolgreich bei allen Krankheitsbildern eingesetzt, die auf Stoffwechselstörungen zurückzuführen sind.


Ist Kombucha also das ersehnte Universalheilmittel?

In den Berichten aus alter und neuer Zeit werden eine Unzahl von Krankheiten genannt, für die der Kombuchatee gebraucht und gepriesen wird. Die Palette reicht von der harmlosesten Unpäßlichkeit bis zu der schwersten Erkrankung.

Zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler befaßten sich mit der Wirkung des als Volksarznei benutzten Kombuchagetränks. Es liegen viele wissenschaftliche Arbeiten über Kombucha vor. Wie vor allem russische Forschungen beweisen, haben viele der Inhaltsstoffe antibiotische und entgiftende Eigenschaften und spielen bei den biochemischen Abläufen im menschlichen Körper entscheidende Rollen. Im Gegensatz zu vielen Pharmaka mit ihren unangenehmen Nebenwirkungen richten sich die Wirkstoffe der Kombucha auf das Körpersystem als Ganzes und können durch die stoffwechselfreundlichen Eigenschaften den normalen Zustand in den Zellmembranen ohne Nebenwirkungen wieder herstellen und so das Wohlbefinden fördern.

Wenn wir erfahren, daß der Teepilz Kombucha schon vor Christi Geburt als Mittel zur Erlangung der Unsterblichkeit angesehen wurde, so erkennen wir, daß den Teepilz schon von alters her der Nimbus des Allheilmittels umgibt.

Manche Mythen, die ich nicht gutheißen kann, ranken sich um den Kombuchapilz: So tragen viele Menschen in Panama den Pilz als Amulett mit sich. So gibt es das Gerücht, man dürfe einen Kombuchapilz keineswegs auf den Kompost werfen, da sonst alle Kombuchapilze in der näheren Umgebung sterben. In den USA gibt es Leute, die ihrem Kombuchapilz Gutenachtlieder singen und ihn liebevoll wie ein Baby zur Nachtruhe bringen. Manche wiederum sagen, der Pilz könne die Abwasserleitungen zuwachsen. Das ist Unsinn.

Nicht als Mythos möchte ich einen südafrikanischen Brauch werten. Man sagt dort: Wenn Du einen Kombucha-Teepilz weitergibst, begleite ihn immer mit einem Gebet, daß er dem neuen Besitzer helfe. Die Heilungskraft einer Kombucha-Kultur beruht also sicher auch auf den Intentionen, mit denen ihn jemand weitergibt. Es kann gut sein, daß das Interesse am Wohl des Mitmenschen dem weitergegeben Kombuchapilz eine besondere Qualität verleiht und eine besondere Heilungskraft verleiht. Was meinen Sie dazu?

Ich möchte die Hoffnung nicht erwecken, daß Kombucha ein Universalheilmittel ist. Weil damit das Kernproblem nicht angeschnitten wird, nämlich eine Umkehr von falscher Lebensweise.


Das Übel an der Wurzel anpacken

Kombucha ist kein Freibrief für ungesunde Lebensweise. Grundsätzliche Fehler in der Lebensführung können niemals durch ein Präparat ausgeglichen werden, auch wenn es noch so viele wirklich positive Eigenschaften hat.

Es ist auch unangemessen und irreführend, Kombucha als Zaubertrank zu mystifizieren. Heilungsversprechungen für alle Arten von Krankheit sind unseriös und bringen dieses Naturprodukt in ein völlig falsches Licht.

Die selbstverständliche Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung des Kombuchagetränks ist ohne Frage eine gesunde Lebensgestaltung und Lebenseinstellung in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht. Wer etwas auf eine intakte Gesundheit achtet und vernünftig lebt, der muß Krankheiten weniger fürchten als ein Mensch, der Raubbau mit seiner Gesundheit treibt.

Man sollte deshalb Kombucha nicht als Allein-Universal-Heilmittel einsetzen, sondern einbetten in andere naturheilkundliche Maßnahmen, z.B. Ernährungsumstellung, Bereinigung von Konflikten (die oft Krankheiten verursachen). Die Chinesen machen z.B. Akkupunktur nie für sich allein, sondern eingebettet in andere Maßnahmen.

Wer dies berücksichtigt, der kann Kombucha als Hausmittel und Lebensmittel einsetzen, welches mit Sicherheit gesundheitsförderliche Eigenschaften hat. Es gehört zu den kraftvollen, echten Lebensmitteln, die dazu beitragen, unsere zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit erforderliche Abwehrkraft zu stabilisieren und mit dem zu versorgen, was sie zu einer optimalen Funktion benötigt. Kombucha kann die Körperkräfte moderner Menschen im Gleichgewicht halten und zu unserem Wohlbefinden beitragen.

Ich persönlich schätze Kombucha als ein hochwirksames Lebensmittel, ein wertvolles Naturprodukt, ein biologisches, lebendiges Gärgetränk. Es ist für jeden gesundheitsbewußten Menschen ein wirksames zusätzliches Lebensmittel, das durch die zuverlässige Aktivierung des körpereigenen Immunsystems dazu beiträgt, Gesundheit, Fitness, Aktivität und Wohlbefinden zu regenerieren und zu stabilisieren.

Nutzen wir doch diese Kräfte der Natur, um unsere Vitalität, Aktivität und unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten!


Kombucha unterstützt die Selbstheilungskräfte

Mancher wird jetzt vielleicht sagen: Ach erzähl uns doch nicht so viel. Wir sind Pragmatiker. Was wir wissen wollen, ist: Gegen welche Krankheiten können wir Kombucha einsetzen? OK, OK!

Zuerst muß ich betonen, daß Kombucha kein vom Bundesgesundheitsamt in Berlin anerkanntes Arzneimittel, sondern ein Mittel ist, das zur Zeit überwiegend noch in der Volksmedizin angewandt wird. Die Anwendung von Kombucha beruht auf Empirie, das heißt auf Erfahrung, wobei die Wirkungen nicht immer theoretisch erklärbar sind. Die empirischen Zeugnisse belegen ein sehr breit gefächertes Anwendungsspektrum.

Die Wirkfaktoren dürften unter die "genuinen Naturfaktoren" einzuordnen sein, die dem Organismus innewohnenden Ordnungs- und Heilkräfte aktivieren und unterstützen. Ich sehe es so, daß wir mit Kombucha auf eine aktive Beteiligung und Nutzung der dem Organismus eigenen Fähigkeiten zur Regulation und Kompensation, zur Anpassung, Regeneration und Abwehr giftiger Noxen abzielen.

Diese Art Regulationstherapie soll - im Gegensatz zur pharmakologischen Korrektur - funktionelle Abweichungen normalisieren, indem sie den Körper zu inneren Selbstordnungsleistungen anregt.


Anwendung

Wie bei den Berichten aus der Literatur fällt auch bei persönlichen Erfahrungsberichten die breite Palette an Beschwerden auf, bei denen Menschen Hilfe erfahren haben.So wie ich es sehe, ist dies damit zu erklären, daß Kombucha nicht gezielt auf ein spezielles Körperorgan wirkt, sondern durch Stabilisierung der Stoffwechsellage und durch die vor allem von der Glucuronsäure bewirkte Entgiftung den Gesamtorganismus positiv beeinflußt. Dies zeigt sich dann bei vielen Menschen in einer Steigerung der körpereigenen Abwehrkraft gegen die von vielen Seiten auf uns einstürmenden Schadstoff- und Umweltbelastungen, einer Wiederbelebung des geschädigten Zellstoffwechsels und einer Wiederherstellung und Festigung des Wohlbefindens.

Ich sehe als Hauptanwendungsgebiete:

Ich verspreche niemandem, daß er durch Kombucha von Krebs geheilt wird, nach meiner persönlichen Meinung kann aber aus den erwähnten allgemeinen Auswirkungen auch auf eine Beeinflussung des Krebsgeschehens geschlossen werden. Dazu ein Auszug aus SANUM-Post (Hoya) 28/94, Seite 21: „"Die Krankenbehandlung mit Extrakten und Zubereitungen von Pilzen ist uralter Bestandteil der Volksmedizin. Zu diesen Pilzen zählt auch der hier bekanntgewordene Teepilz Kombucha. (...) Viele Jahre zuvor schon wurden zur Behandlung auch von Krebskranken gleiche Zubereitungen in Arztpraxen therapiebegleitend eingesetzt. Diese sollen sich hierbei immer wieder günstig als Stimulans für den Stoffwechsel und das Immunsystem erwiesen haben, eine Wirkung, die gerade bei Krebskranken von großem Nutzen ist."


Erklärungsversuche
für die empirisch beobachtete Wirkung

Es gibt eine Reihe Erklärungsversuche für die bislang empirisch beobachteten Wirkungen von Kombucha:


Das innere Milieu ist alles

Claude Bernard, der Vater der experimentellen Medizin, führte mit Pasteur eine lebenslange Auseinandersetzung. Bernard war der Meinung: Nicht der Keim spielt bei der Krankheitsentstehung die wichtige Rolle, sondern die Widerstandskraft des Körpers, das Milieu, das der angreifende Keim vorfindet. Das Milieu war für Bernard vom körperlichen und seelischen Zustand eines Menschen abhängig.

Pasteur, für den allein die Erreger zählten, lehnte dies vehement ab. Erst auf dem Sterbebett, so wird berichtet, sah Pasteur seinen Irrtum ein: "Bernard hatte recht. Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles."

Unser Körper verfügt über ein ausgeklügeltes Heilungssystem. Dieses besteht zum einen aus einer gut sortierten inneren Apotheke. Unser Gehirn ist in der Lage, eine ganze Reihe pharmakologisch wirksamer Medikamente herzustellen - Schmerzmittel, Schlafmittel, Tranzquillizer, Antidepressiva - die es rezeptfrei und ohne Nebenwirkungen freisetzt.

Zum anderen können wir uns auf unser Immunsystem und seine erstaunlichen Fähigkeiten stützen. Es hat bei der Entstehung und beim Verlauf von Infekten, aber auch von Krebs, das entscheidende Wort. Den meisten Menschen ist gar nicht bewußt, daß sie inmitten Millionen feindlicher Mikroorganismen leben. Öffnet man eine sterile Zellkultur und setzt sie unseren normalen Umweltbedingungen aus, so wird sie schon innerhalb kürzester Zeit von den verschiedensten Keimen besiedelt, die sich dann eifrig vermehren. Warum wird unser Körper von diesem Schicksal verschont, obwohl ein Heer von Viren, Bakterien, Pilzen und Einzellern nur darauf wartet, inmitten unserer 100 Billionen Zellen ideale Lebensbedingungen zu finden. Die Antwort ist: Wir haben es der unbemerkten und effizienten Arbeit unseres Immunsystems zu verdanken, daß sie in Schach gehalten werden.

Das Immunsystem ist aber bei weitem nicht autonom. Es ist eng mit anderen Körpersystemen vernetzt und wird - Bernard hatte recht - vom Milieu beeinflußt, in dem wir leben. Hier ist Kombucha unserer Verbündeter: Kombucha reguliert unser internes Milieu.

Es wäre natürlich erstrebenswert, wenn in der Zukunft durch pharmazeutische Nachweisverfahren die wirksamen Inhaltsstoffe mit moderner Methodik und die therapeutischen Wirkungen in klinischen Untersuchungen erforscht und bestätigt und durch wissenschaftlichen Konsens akzeptiert werden könnten.

Dr. Müller-Kehrmann schreibt in seiner Dissertation: "Dadurch, daß diese Symbiose relativ einfach kultiviert werden kann und es viele mögliche therapeutische Anwendungen gibt, sollte das Getränk und auch das Pilz-Bakteriengemisch selbst weiter untersucht werden."

Solche Untersuchungen kosten natürlich viel Geld, so daß es wohl vorläufig bei der auf Erfahrung und Vertrauen beruhenden Anwendung bleiben wird


Sich ein eigenes Urteil bilden

Bei den Berichten aus der Literatur fällt ebenso wie bei den vielen persönlichen Erfahrungsberichten, die ich während meiner Beschäftigung mit Kombucha erhielt, die breite Palette an Beschwerden auf, bei denen von Hilfe berichtet wird. So wie es sehe, ist dies damit zu erklären, daß Kombucha nicht gezielt auf ein spezielles Körperorgan wirkt, sondern durch Stabilisierung der Stoffwechsellage und durch die vor allem von der Glucuronsäure bewirkte Entgiftung den Gesamtorganismus positiv beeinflußt. Dies zeigt sich dann bei vielen Menschen in einer Steigerung der körpereigenen Abwehrkraft gegen die von vielen Seiten auf uns einstürmenden Schadstoff- und Umweltbelastungen, einer Wiederbelebung des geschädigten Zellstoffwechsels und einer Wiederherstellung und Festigung des Wohlbefindens.

Manche dem Kombucha-Teepilz nachgesagten gesundheitsförderlichen Eigenschaften bedürfen noch der Erforschung. Andere Wirkungsmechanismen sind jedoch durch wissenschaftliche Untersuchungen und durch Erfahrung durchaus belegt, z.B. Regulierung der Darmflora, Zellstärkung, Entgiftung und Entschlackung, Stoffwechselharmonisierung, antibiotische Wirkung, Begünstigung des Säure-Basen-Gleichgewichts.

Wollen Sie mehr wissen? Werfen Sie doch mal einen Blick in die Literatur.


Selber zubereiten? Kein Problem, wenn man weiß wie!

Das Kombuchagetränk kann jeder für ein paar Pfennige in seinem Haushalt selbst herstellen. Da sich der Pilz ständig vermehrt, kann man mit einem Stückchen einer Teepilzdecke beginnen und eine die Gesundheit fördernde Getränkequelle sprudeln lassen. Die Zubereitung ist unproblematisch, wenn man es richtig macht. Man bereitet das Kombuchagetränk von alters her in den Haushaltungen und gibt den Teepilz von Familie zu Familie weiter - als Zeichen der Freundschaft und des gegenseitigen Helfens. Der Teepilz besitzt eine hohe Vitalität und eine große Regenerationsfähigkeit. Besäße er nicht diese hohe biologische hohe Lebenskraft, so hätte er die lange Zeitspanne von seiner angeblichen Entdeckung im chinesischen Kaiserreich vor mehr als 2000 Jahren bis heute nicht überdauert.

Heute wird -meist aus Ignoranz oder aus wirtschaftlichen Interessen- gelegentlich davor gewarnt, das Kombuchagetränk selbst herzustellen. Diese Warnung ist allenfalls insofern berechtigt, als das Wissen um das genaue Wie, Womit, Warum usw. vielfach verloren gegangen ist und die Leute dann vieles falsch machen und mit allem möglichen herumexperimentieren, anstatt sich an bewährte Rezepte zu halten. Wenn man jedoch sauber arbeitet und sich an erprobte Anweisungen hält, dann bestehen keine Bedenken, das Kombuchagetränk wie seit Generationen in den Haushaltungen herzustellen. Wer die nötigen Kenntnisse besitzt, kann mit dem Teepilz erfolgreich umgehen - so wie er mit anderen "offenen" Lebensmitteln in seinem Haushalt auch umgeht. Wer sich an die altbewährten Regeln hält, wird ein einwandfreies, schmackhaftes, bekömmliches und wirksames Kombuchagetränk herstellen. Der Pilz wird sich vermehren und seinen Besitzer ein Leben lang begleiten und Gutes bewirken.


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